Tempelreinigung
Wenn wir in die neue Zeit aufbrechen und uns dort verwurzeln wollen, dann bedeutet das zugleich, dass wir all das, was uns den Weg dorthin erschweren könnte, möglichst schnell und konsequent ablegen. Vieles gelingt uns sicherlich auf der bewussten Ebene.
Es gibt aber Energien, die im Verborgenen wirken, die wir in unserem Rucksack gar nicht erkennen, weil er einfach zu viele Taschen besitzt. Diese verborgenen Energien zeigen sich umso häufiger im Außen, je weniger wir bereit sind, ihnen liebevoll zu begegnen und sie zu heilen. Ihre Auswirkungen spüren wir mit einer Intensität zwischen subtil bis hin zu dramatisch. Sie gemeinsam mit euch zu identifizieren und zu transformieren ist die Aufgabe, die mir aus der spirituellen Welt mitgegeben wurde.
Eine dieser Taschen in unserem Rucksackt ist mit unsere Sexualität verbunden. Sie ist etwas wundervolles und sehr kraftvolles. Glücklicherweise haben wir uns von den sehr einengenden Dogmen diverser Religionen befreit. In ihr steckt eine der stärksten Energien des Universums. Nicht umsonst wurde in Zweigen der westlichen Magie, aber auch im tibetischen Buddhismus (tandrisch) und anderen Kulturen damit gearbeitet - nicht immer zum Wohl der Teilnehmenden. Nicht selten waren die Motivationen dahinter Machtzuwachs und Gewinn. Aber auch in der nicht-rituellen Sexualität steckt sehr viel Energie, nicht immer in ihrer liebevollen Form.
Wenn sich Mann und Frau vereinigen, dann schwingt dabei nicht immer die reine Form der Liebe mit, bewusst oder unbewusst. Bei gewaltvollen Akten ist dies klar ersichtlich. Hier geht es auf keinen Fall um Liebe, sondern ausschließlich um Besitz, Macht, Demütigung, kurzfristige Triebefriedigung, bis hin zu einer möglichst weiten Verteilung der eigenen Spermien.

Aber selbst dann, wenn Sexualität aus Liebe ausgeführt wird, können andere Emotionen dies überlagern. Häufige Überlagerungen sind beispielsweise Stress, Agressionen aus dem täglichen Umfeld, Überforderung, Druck, Angst oder auch wieder der Trieb. Nicht selten geben Männer an, dass Sex auf sie entspannend wirkt, während Frauen sagen, sie bräuchten dafür einen entspannten Zustand. Andererseits kann Stress bei Männern dazu führen, dass die Libido unterdrückt wird.
All das, was dem sexuellen Akt zugrunde liegt, schwingt als Energie mit, wird als Information übertragen und im Tempel des jeweiligen Partners gespeichert. Bei der Frau ist das die Gebärmutter, beim Mann die Prostata. Es findet also Austausch von Energien/Informationen vom Mann zur Frau bzw. von der Frau zum Mann statt. Die Intensität ist davon abhängig, wie stark diese Information mitschwingt und das Liebevolle überlagert oder sogar im Vordergrund steht.
Diese Energien tragen wir mit uns herum und sie wirken natürlich auf uns. Aber damit nicht genug. Sie werden auch an andere Sexualpartner weitergegeben, denn auch dabei findet wieder eine zusätzliche Überlagerung statt. Nun kann man sich natürlich jedes Mal vorher rein energetisch schützen, aber wer macht das schon? Ich will hier keine dogmatisierende Moral verbreiten, die die persönlichen sexuellen Wünsche eines Menschen einschränkt, wie wir sie über Jahrhunderte hatten. Ich will hier auch nicht werten, wie Menschen ihre Sexualität leben, das steht mir nicht zu. Es geht allein um das Bewusstsein, was aus schamanischer oder energetischer Sicht bei der Sexulität geschieht und aus diesem Bewusstsein heraus zu handeln, auch unter dem Aspekt, wie verletzend es ist, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Menschen zur Sexualität zu "überreden". Jeder Mensch darf für sich selbst und seine Taten Verantwortung übernehmen.
Die sexuelle Energie ist auch die einzige Energie, der es seit jeher möglich ist, direkt neues (menschliches) Leben zu erschaffen, wenn wir hier künstliche Befruchtung oder in vitro als medizinische lebenserzeugende Maßnahmen nicht berücksichten. Es dürfte jedem sofort klar werden, dass wenn sich die Energien im Tempel der Frau festsetzen, dies nicht nur auf sie selbst wirkt, sondern auch auf die Befruchtung und das Heranwachsen des Kindes.
Aus all diesen Gründen ist ein achtsamer Umgang mit Sexualität um so wichtiger. Dazu gehört auch, sich immer wieder um eines seiner Heiligtümer, den eigenen Tempel, zu kümmern und ihn zu reinigen. Nur so vermeiden wir es, dass Energien, die nicht zu uns gehören, Einfluss auf uns nehmen oder dass wir Teile davon an andere Menschen weitergeben.
Der Prozess ist relativ einfach, bedarf aber einer ersten Anleitung, da es um energetische Arbeit geht. Die Reinigung des Tempels führt jede/r Teilnehmende für sich alleine durch.
Wenn ich mich in diesem Text bei der Beschreibung auf die Vereinigung von Mann und Frau beziehe/beschränke, so soll dies weder eine Abwertung noch Diskrimieung gleichgeschlichtlicher oder anderer, diverser Sexualpartner/innen sein. Ich reduziere die Beschreibung der Einfachheit halber. Im Grunde gilt für sie in etwa das gleiche wie oben beschrieben, nur mit anderen Rahmenbedingungen.